BilBeg Schwerin

Bildungs- und Begegnungsstätte in Schwerin

Um nun ein alltagstaugliches Modell-Projekt zu realisieren, müssen gewisse Abstriche von der „Discendi Causa“-Vision gemacht werden.

Die Schulpflicht kann nicht spontan umgangen werden.
Auch die Ferien lassen sich nicht so einfach wegzaubern.
Eine 24/7-Nutzung durch einen Verein ist trotzdem realisierbar.
Nach drei Jahren Laufzeit ist auch eine öffentliche Förderung als private Schule möglich.

Natürlich ist das Ziel, kostenfreie Bildung anzubieten.
Die muss aber zunächst finanziert und aufgebaut werden.
Daher sind Vereinsmitgliedschaften notwendig, die jedoch auch für „ALG II“-Empfänger erschwinglich sind und deutlich unter dem Preis der marktüblichen Nachhilfe liegen.

Schwerin eignet sich insbesonders daher hervorragend für ein Modellprojekt, als dass in einer Studie gezeigt wurde, dass Schwerin den 1. Platz bei der Segregation, den 3. bei der Kindersegregation erreichte.

https://www.lpb-mv.de/themen/stichwort/studie-wie-bruechig-ist-die-soziale-architektur-unserer-staedte/

Die am höchsten mit Arbeitslosigkeit betroffenen Stadtteile sind, wie der Sozialbericht 2018 der Stadt Schwerin zeigt, „der Dreesch“ (Mueßer Holz, Neu Zippendorf und Großer Dreesch) und Lankow.

https://www.schwerin.de/mein-schwerin/leben/gesellschaft-soziales/sozialbericht/index.html

https://dreesch-schwerin.de/

Diese Stadtteile sind durch die Straßenbahnline 2
(„Hegelstraße“ <—> „Lankow Siedlung“)
verbunden.

https://www.nahverkehr-schwerin.de/_Resources/Persistent/2/8/1/6/281632f87d7926ca887f1dfc37f3e9d4ab8aef2d/Liniennetz.pdf

Um eine gute Erreichbarkeit durch diese Klientel zu ermöglichen, sollten die Räumlichkeiten der BilBeg Schwerin in der Nähe dieser Straßenbahnline liegen.


Da viele Geringverdiener in Schwerin in Callcenter teilweise haarsträubende Schichtdienste absolvieren müssen, wird ihnen dadurch die Möglichkeit genommen, an regelmäßig statt findenden Bildungsangeboten teilzunehmen.

Die BilBeg Schwerin bietet durch die langen Öffnungszeiten (angestrebt wird 24/7) eine passende Alternative.


Soziale Einrichtungen, die es in Schwerin gibt und die einen sozialen Anlaufpunkt darstellen, sind meist nur unter der Woche zu den üblichen Verwaltungsöffnungszeiten zugänglich.

Ein weiterer Nachteil dieser Treffpunkte ist oft, dass die Verpflegung dort zwar deutlich günstiger als im Restaurant angeboten wird, gleichzeitig aber deutlich teurer als eine Selbstverpflegung ist.

Aktuell stehen einem alleinstehenden „ALG II“-Empfänger
154,78 € monatlich für Essen und Trinken zu.
In einem Monat mit 31 Tagen sind dies 4,99 € täglich.
Empfänger, die in einer Beziehung leben oder minderjährig sind, erhalten noch weniger.

https://www.gegen-hartz.de/hartz-iv-regelsatz-regelbedarf

(Bildung ist im Regelsatz übrigens mit max. 1,61 € monatlich vorgesehen.)

Die BilBeg Schwerin bietet die Möglichkeit, sich selbst Lebensmittel mitzubringen und vor Ort zuzubereiten bzw. zu erwärmen (und trägt die Stromkosten).
Auf Wunsch entstehen dort auch Kochgemeinschaften und Kurse für preiswerte, gesunde Ernährung.


Telegram-Gruppe
https://t.me/joinchat/O4xlNatnDnRlM2Vi


1. Treffen für Interessierte

Mittwoch

3. November 2021

19:00 Uhr

Patchwork Center

Hamburger Allee 134

19063 Schwerin

Nähe Straßenbahnhaltestelle „Keplerstraße“

Spenden für die Nutzung erbeten!


Phase 1

  • Vereinsgründung
    • Namensfindung, ggf. BilBeg Schwerin
    • Erstellung der Satzung + Gebührenordnung
    • Überarbeitung Hausregeln
    • Eintragung ins Vereinsregister
    • Eröffnung eines Bankkontos
    • Buchung und Gestaltung einer eigenen Website mit Angebotskalender
    • Mitglieder
      • Ordentliche Mitglieder (Kernteam)
      • Fördermitglieder (nicht stimmberechtigt)
      • Tages- und Wochenmitglieder (nicht stimmberechtigt)
    • Finanzierung zunächst ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, sowie, sofern möglich, durch öffentliche Förderung, keine Untervermietung, kein Verkauf von Waren oder Dienstleistungen
  • Wohnung
    • max. 1. Stock (idealerweise behindertengerechter Zugang)
    • glatte Böden (keine Teppiche)
    • möglichst wenig Staubfänger (Allergiker, Asthmatiker)
    • Lernraum bzw. Lernräume
      • helle, warme Uni-Farbe oder weiß
      • keine Deko, die vom Lernen ablenken könnte (AD(H)S)
    • abschließbarer Büroraum bzw. Büroecke mit abschließbarem Schrank
    • Gemeinschaftsraum bzw. Wohnküche
      • bequeme Sitzgelegenheiten + Ablagetische
      • Spendenregal mit Büchern, Spielzeug, haltbaren, verpackten Lebensmitteln und Haushaltsgegenständen (sofern der Verein diese nicht gebrauchen kann) – keine Bekleidung
      • Aushangtafeln (schwarze Bretter)
        mit Angebot und Suche nach
        • Lerninhalten
        • gemeinsamen Aktivitäten
        • privaten Dienstleistungen (z. B. Babysitten)
        • Waren (Flohmarkt)
    • Küche bzw. Küchenzeile in Wohnküche ohne Kühlschrank, in dem vergessene Lebensmittel ein Eigenleben führen
    • WC und ggf. Bad (unisex + Sitznutzung)
  • erste Angebote
    • Nachhilfe (unspezifisch, je nach Bedarf und Deckung)
    • spezifische Schulfachangebote
    • Basteln, Handarbeiten, Werkeln
    • Ernährungsberatung + Kochkurse
    • Diskussionsrunden
    • zwangloses, niedrigschwelliges Kennenlernen im Gemeinschaftsraum
  • Die jeweiligen diensthabenden Kernteam-Mitglieder
    • tragen die Verantwortung und haben das Hausrecht.
    • dürfen begründete Verwarnungen und tagesaktuelle Hausverbote erteilen.
      Diese werden für die anderen Kernteam-Mitglieder dokumentiert.
      Über längerfristiges oder generelles Hausverbot entscheidet der Vorstand.
    • stellen Probemitgliedschaften aus (inkl. Dokumentation und Weiterleitung der Beiträge).
    • tragen zustande gekommende Angebote in den Online-Kalender ein.
    • sorgen für angemessene Sauberkeit. Andere Mitglieder dürfen motiviert werden, mitzuhelfen.
    • entsorgen zum Feierabend den Müll und nehmen bei Bedarf schmutzige Geschirr- und Handtücher zum Waschen nach Hause.

Phase 2

  • mehr aktive Mitglieder, mehr Angebote
  • Einsatz von Absolventen der Freiwilligendienste (FSJ, FÖJ, BFD) und Praktikanten
  • Einsatz von Programmierern für die gewünschte Software
  • Einsatz von ausgebildeten Lehrkräften und Pädagogen
  • Kooperation mit Jobcenter, Agentur für Arbeit und Jugendhilfeträgern
  • Kooperation mit (Kunst-)Handwerkern, hauptsächlich solchen, die das Gebäude instand halten und/oder Gebrauchsgegenstände herstellen können
  • Strukturierung der Schulfachinhalte zwecks Konzipierung von Modulen
  • erste externe Schulabschlüsse
  • größere Räumlichkeiten, ggf. mehrfacher Umzug
    Ziel: freistehendes Gebäude mit Gelände zur 24/7-Nutzung
  • Ausweitung der Einnahmen durch Verkäufe (beispielsweise im Café (in welchem man sich auch selbst verpflegen kann)) und Untervermietungen einzelner Räume

Phase 3

  • 3 Jahre Schulbetrieb
  • Anerkennung als öffentlich geförderte Privat-Schule